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Das LIFE+ Projekt Bergwiesen bei Winterberg

Farbenfroh blühende Bergwiesen mit einer großen Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten waren seit jeher das charakteristische Gesicht der Mittelgebirge. Durch die Grünlandnutzung vom Menschen geprägt und erhalten, sind sie heute durch die sich ändernde Landnutzung – vor allem durch die Abkehr von der Heuwirtschaft – stark gefährdet.
Das LIFE Projekt widmet sich in sechs Jahren (2011-2016) der Wiederher-
stellung und Erhaltung dieser vielgestaltigen Lebensräume in den Hochlagen des Sauerlands - für die Natur und für die Menschen der Region und ihre Gäste.

 

 

 

 

LIFE-Projekt Möhneaue

Das Möhnetal ist ein durch Wiesen und Weiden geprägtes Mittelgebirgstal. In strukturreichen Abschnitten der Möhne sind Lebensräume mit großer biologischer Vielfalt vorhanden. Einige Gewässerabschnitte haben durch Begradigung viel von ihrer Natürlichkeit eingebüßt, so dass Gewässer und Aue nicht mehr verbunden sind.

Ziel des von 2010 bis 2016 durchgeführen Projektes war die Verbesserung und Optimierung der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Gebiete Möhne Oberlauf und Mittellauf. Flussabschnitte wurden renaturiert, der Talraum geöffnet und Brachflächen werden wieder bewirtschaftet. Dabei wurden die Voraussetzungen für einen erfolgreichen und nachhaltigen Naturschutz in der Möhneaue geschaffen.
Mehr über das Projekt erfahren Sie hier, einen Blick ins Möhnetal ermöglicht Ihnen der Projektfilm.

 

 

 

LIFE-Projekt Bachtäler im Arnsberger Wald

Zahlreiche Bäche durchfließen den Arnsberger Wald. Einige sind sehr natürlich und artenreich, durchfließen naturnahe Auen mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. Andere sind jedoch von einförmigen Fichtenforsten gesäumt. Sie wurden in der Vergangenheit begradigt, ihre Ufer befestigt und ihre Auen entwässert. Sie sind dunkel und artenarm.
Ziel des LIFE-Projektes war es, die begradigten Gewässer zu renaturieren, ehemals abgeschnittene Bachschlingen wieder in die Fließgewässer zu integrieren und den Bächen wieder ihre natürliche Dynamik zurück zu geben. Hierzu zählten auch die Wiederherstellung der Durchgängigkeit in den Gewässern, die Schaffung eines naturnahen Wasserhaushaltes in den Auen und den Moorwäldern sowie die Erhöhung der Strukturvielfalt in den Bächen.
Das Projekt startete im Jahr 2009 und wurde 2014 erfolgreich abgeschlossen. Zur Projekthomepage gelangen Sie hier!
 

 

 

 

 

LIFE-Projekt Medebacher Bucht

In den fünf FFH-Gebieten des Vogelschutzgebietes Medebacher Bucht wurde in den Jahren 2004-2009 ein LIFE-Projekt durchgeführt.
Schwerpunkte des Projektes waren die Renaturierung der Lebensräume Bergheide, Glatthaferwiese und der Bäche "Orke", "Gelängebach" und "Nuhne". Die Lebensbedingungen für Neuntöter, Mühlkoppe, Bachneunauge & Co haben sich auf den Projektflächen deutlich verbessert. Aber auch die Menschen der Region haben profitiert: Über 80% der 3,2 Mill. Fördersumme floss über Aufträge an heimische Unternehmen oder anderweitige Projektbeteiligte. Naturwege, der Turm in den Nuhnewiesen und die beiden multimedialen Ausstellungen bereichern das touristisch-naturkundliche Angebot nicht allein für Gäste. Lesen Sie hier mehr!

 

Vogelschutz-Maßnahmenplan Medebacher Bucht

Vogelschutz-Maßnahmenpläne (kurz VMP) werden für die europäischen Vogelschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen größtenteils von der Vogelschutzwarte des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) erarbeitet. Aktuell steht die Erarbeitung eines solchen Plans für das Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht an. Das Gebiet ist mit 13.872 ha Fläche das viertgrößte Schutzgebiet für Vögel in Nordrhein-Westfalen und umfasst sechs Fauna-Flora-Habitat-Gebiete.

Aufgrund von Bestandserfassungen des ehrenamtlichen Naturschutzes und der Biologischen Station liegen zum Gebiet Medebacher Bucht umfangreiche Daten und Kenntnisse vor. Daher arbeitet die Vogelschutzwarte bei der Erstellung des VMPs eng mit der Biologischen Station zusammen. Der Startschuss erfolgte im Jahr 2015.

 

 

Biotopverbund Diemeltal

Im Nordosten des Hochsauerlandkreises und im angrenzenden Hessen liegt der länderübergreifende Naturpark Diemelsee, eine landschaftlich äußerst attraktive Region. Sie ist bekannt für den Diemelstausee, einige der höchsten Berge des Sauerlandes, ausgedehnte Wälder aber auch weite Talräume mit Weiden, Wiesen und Feldern.

Der Wert dieser Landschaft liegt jedoch nicht nur in ihrer Schönheit, sondern auch in seiner Vielfalt an heute selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten. Weite Teile des Naturparkes sind daher als Gebiete von nationalem oder internationalem Rang geschützt.
Aus diesem Grund wurde unter Mitarbeit der Biologischen Station HSK ein Projekt mit dem Titel „Biotopverbund als Klimaanpassungs-Strategie des Naturschutzes - Zusammenführung des aktuellen Kenntnisstandes anhand der Beispielregion Naturpark Diemelsee“ in die Wege geleitet, für das im Jahr 2014 der Startschuss gefallen ist.

Neue floristische Kartierung NRW

Unter Federführung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucher-
schutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) wird eine neue floristische Kartierung in NRW durchgeführt.
Dazu sind fünf Regionalstellen eingerichtet worden. Die Biologische Station Hochsauerlandkreis koordiniert die Kartierung in Südwestfalen für die Kreise Soest, Olpe, Siegen-Wittgenstein, Märkischer Kreis und HSK.

Bis zum Jahr 2017 sollen alle Gefäßpflanzen der Roten Liste NRW neu erhoben werden. Wie die Kartierungen zuvor handelt es sich um eine ehrenamtliche Kartierung, bei der alle Interessierten zur Mitarbeit aufgerufen sind.

 

 

Regionale Projekt "Naturschätze Südwestfalens entdecken" 

Unter Federführung unserer Nachbarstation im Kreis Soest wird derzeit mit den Stationen im Märkischen Kreis, Siegen-Wittgenstein, der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Olpe und unserer Biostation das Projekt "Naturschätze Südwestfalens entdecken" durchgeführt.
Südwestfalen ist Regionale-Region und die Präsentation der naturkundlichen und landschaftlichen Highlights eines ihrer wenigen Naturschutzprojekte. Mit Hilfe verschiedener Medien soll den Gästen, aber auch den Bürgern unserer Region die lebens- und erhaltenswerte Landschaft mit ihrer Artenvielfalt vorgestellt werden.

 

Betreuung Wolfsnotfallset

In einigen Regionen Deutschlands hat man sich mit dem streng geschützten Rückkehrer Wolf schon arrangiert, bei uns in NRW steht das noch bevor, denn mit einer natürlichen Wiederbesiedlung ist zu rechnen. Das macht besonders Schafhaltern Sorge, denn das Raubtier macht bei seiner Beutewahl keinen Unterschied zwischen Wild- und Haustieren, sofern diese ungeschützt sind. Das Land NRW reagiert darauf mit der Bereitstellung von zwei Wolfsnotfall- sets, die in der Biologsichen Station Hochsauerlandkreis abrufbereit vorliegen.

 

   

 

 

 

Biotopbaum-Kartierung

Als Biotopbaum werden Bäume bezeichnet, die besondere Lebensräume (Biotope) für andere Lebewesen darstellen. Hierzu zählen zum Beispiel Bäume mit Höhlen oder Horsten, Pilzbewuchs, aber auch sehr alte, absterbende oder tote Bäume. Solche Bäume werden seit 2015 von der Biologischen Station im Auftrag der Regionalforstämter in ausgewählten Waldgebieten erhoben. Die Daten werden zur Erstellung von Maßnahmenplänen für die europäischen Wald-Schutzgebiete benötigt. In der laubfreien Zeit werden von Mitarbeitern der Biologischen Station die vorher abgestimmten Waldbereiche aufgesucht und die vorgefundenen Biotopbäume mittels GPS-Technik genau eingemessen. Wichtige Daten zum Baum und seinen besonderen Strukturen, wie zum Beispiel die Anzahl der vorhandenen Großhöhlen werden notiert. Auf diese Weise kann bei Forstmaßnahmen der Artenschutz einfacher berücksichtigt werden, zumal die Zerstörung der Lebens- oder Brutstätten bestimmter Arten gesetzlich verboten ist. Davon profitiert eine ganze Reihe von Arten, die auf Biotopbäume im Wald angewiesen ist.