logo-biostation

 

Das LIFE+ Projekt Bergwiesen bei Winterberg

Farbenfroh blühende Bergwiesen mit einer großen Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten waren seit jeher das charakteristische Gesicht der Mittelgebirge. Durch die Grünlandnutzung vom Menschen geprägt und erhalten, sind sie heute durch die sich ändernde Landnutzung – vor allem durch die Abkehr von der Heuwirtschaft – stark gefährdet.
Das LIFE Projekt widmet sich in sechs Jahren (2011-2016) der Wiederher-
stellung und Erhaltung dieser vielgestaltigen Lebensräume in den Hochlagen des Sauerlands - für die Natur und für die Menschen der Region und ihre Gäste.

 

 

Neue floristische Kartierung NRW

Unter Federführung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucher-
schutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) wird eine neue floristische Kartierung in NRW durchgeführt.
Dazu sind fünf Regionalstellen eingerichtet worden. Die Biologische Station Hochsauerlandkreis koordiniert die Kartierung in Südwestfalen für die Kreise Soest, Olpe, Siegen-Wittgenstein, Märkischer Kreis und HSK.

Bis zum Jahr 2017 sollen alle Gefäßpflanzen der Roten Liste NRW neu erhoben werden. Wie die Kartierungen zuvor handelt es sich um eine ehrenamtliche Kartierung, bei der alle Interessierten zur Mitarbeit aufgerufen sind.

 

 

Bergheide-Ökosysteme im Rothaargebirge

Der Naturpark Diemelsee startet 2017 das Projekt „Bergheide-Ökosysteme im Rothaargebirge“ in Kooperation mit dem Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, dem Naturschutzexperten Professor Eckard Jedicke von der Universität Geisenheim, der Universität Osnabrück und der Biologischen Station Hochsauerlandkreis.

Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Regierungspräsidium Kassel und die Bezirksregierung Arnsberg jeweils mit Mitteln des Umweltministeriums in Hessen und Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

 

   

 

 

 

Betreuung des Nationalen Naturerbes Spreiberg

Das Naturschutzgebiet Spreiberg, auch bekannt als Wicheler Heide, liegt am Ortsrand von Arnsberg-Müschede und ist seit Oktober 2016 das erste Gebiet der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in Nordrhein-Westfalen. Lange Jahre wurde das 111 Hektar große Gebiet als Truppenübungsplatz genutzt, bevor es nun dauerhaft für den Naturschutz gesichert wurde.

Viele der ehemals vorhandenen wertvollen Lebensräume auf dem Spreiberg sind mittlerweile durch unpassende Nutzung oder Vernachlässigung in einem schlechten Erhaltungszustand. Im Jahr 2017 hat daher die Biologische Station im Auftrag des NABU eine Inventur des Gebietes vorgenommen. Anhand der gewonnen Daten und Erkenntnisse soll nun ein Konzept zur Entwicklung und Pflege für den Spreiberg erstellt werden. Darin werden Maßnahmen beschrieben, die dem großen Entwicklungspotenzial der weitläufigen Magerweiden und zahlreichen Kleingewässer zur Entfaltung verhelfen. Für Erholung und Naturerleben soll das Gelände der Öffentlichkeitweiterhin zugänglich sein.

Nähere Informationen zum Nationalen Naturerbe Spreiberg finden Sie hier.

 

Landschaftsplanumsetzung Brilon

Im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Hochsauerlandkreises führt die Biologische Station seit Mitte 2017 ein Projekt zur Umsetzung der Landschaftspläne „Briloner Hochfläche“ und „Hoppecketal“ durch.

Die Planung, praktische Durchführung und fachliche Begleitung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Stadtgebiet von Brilon sind Gegenstand des Projektes.

 

 

   

 

 

 

Landschaftspflegeverein Medebacher Bucht

Im Dezember 2016 gründeten Landwirte, Naturschützer und Vertreter von Vereinen und Kommunen den „Landschaftspflegeverein Medebacher Bucht“, den ersten seiner Art in Westfalen-Lippe. Die Geschäftsführung des Vereins liegt bei der Biologischen Station Hochsauerlandkreis.

Der Verein hat Sitz und Wirkungsraum in der Medebacher Bucht, die als europäisches Vogelschutzgebiet besondere Ansprüche an die Pflege der Landschaft stellt.

Ziel des Vereins sind die Förderung der Landschaftspflege und des Naturschutzes im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze des Landes. Neben der Heckenpflege gehören beispielsweise auch das Mähen von Brachflächen und das Anlegen von Obstwiesen zu den Aufgaben des Vereins.

Der Erhalt alter Kulturlandschaften und reizvoller Landschaftsbilder fördert nicht nur Vielfalt und Artenreichtum der Region, sondern bewahrt auch deren Wert für Erholung und Naturerleben.

 

Der Verein freut sich über weitere Mitglieder. Die Beitrittserklärung kann hier heruntergeladen werden.
Wenn Sie selbst Vorschläge für Landschaftspflegemaßnahmen haben, kontaktieren Sie Werner Schubert unter der Rufnummer 02961/9891304.

 

Vogelschutz-Maßnahmenplan Medebacher Bucht

Vogelschutz-Maßnahmenpläne (kurz VMP) werden für die europäischen Vogelschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen größtenteils von der Vogelschutzwarte des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) erarbeitet. Aktuell steht die Erarbeitung eines solchen Plans für das Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht an. Das Gebiet ist mit 13.872 ha Fläche das viertgrößte Schutzgebiet für Vögel in Nordrhein-Westfalen und umfasst sechs Fauna-Flora-Habitat-Gebiete.

Aufgrund von Bestandserfassungen des ehrenamtlichen Naturschutzes und der Biologischen Station liegen zum Gebiet Medebacher Bucht umfangreiche Daten und Kenntnisse vor. Daher arbeitet die Vogelschutzwarte bei der Erstellung des VMPs eng mit der Biologischen Station zusammen. Der Startschuss erfolgte im Jahr 2015.

 

   

 

 

 

Biotopbaum-Kartierung

Als Biotopbaum werden Bäume bezeichnet, die besondere Lebensräume (Biotope) für andere Lebewesen darstellen. Hierzu zählen zum Beispiel Bäume mit Höhlen oder Horsten, Pilzbewuchs, aber auch sehr alte, absterbende oder tote Bäume. Solche Bäume werden seit 2015 von der Biologischen Station im Auftrag der Regionalforstämter in ausgewählten Waldgebieten erhoben. Die Daten werden zur Erstellung von Maßnahmenplänen für die europäischen Wald-Schutzgebiete benötigt. In der laubfreien Zeit werden von Mitarbeitern der Biologischen Station die vorher abgestimmten Waldbereiche aufgesucht und die vorgefundenen Biotopbäume mittels GPS-Technik genau eingemessen. Wichtige Daten zum Baum und seinen besonderen Strukturen, wie zum Beispiel die Anzahl der vorhandenen Großhöhlen werden notiert. Auf diese Weise kann bei Forstmaßnahmen der Artenschutz einfacher berücksichtigt werden, zumal die Zerstörung der Lebens- oder Brutstätten bestimmter Arten gesetzlich verboten ist. Davon profitiert eine ganze Reihe von Arten, die auf Biotopbäume im Wald angewiesen ist.

Im Jahr 2018 wird das FFH-Gebiet „Luerwald und Bieberbach“ von der Biologischen Station bearbeitet.

 

Betreuung Wolfsnotfallset

In einigen Regionen Deutschlands hat man sich mit dem streng geschützten Rückkehrer Wolf schon arrangiert, bei uns in NRW steht das noch bevor, denn mit einer natürlichen Wiederbesiedlung ist zu rechnen. Das macht besonders Schafhaltern Sorge, denn das Raubtier macht bei seiner Beutewahl keinen Unterschied zwischen Wild- und Haustieren, sofern diese ungeschützt sind. Das Land NRW reagiert darauf mit der Bereitstellung von zwei Wolfsnotfall- sets, die in der Biologsichen Station Hochsauerlandkreis abrufbereit vorliegen.

 

   

 

 

 

Feldvogelmonitoring - Leitbetriebe Biodiversität

Im Jahr 2016 wurden im Rahmen eines neuen Projektes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vierzehn landwirtschaftliche Betriebe als „Leitbetriebe Biodiversität“ ausgewählt. Zwei dieser Betriebe sind im Hochsauerlandkreis angesiedelt.
Aufgabe der Leitbetriebe Biodiversität ist es, mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer biodiversitätsfördernde Maßnahmen umzusetzen und zu demonstrieren, wie diese in den praktischen Betriebsablauf integriert werden können. Sie sollen damit Wege aufzeigen, wie sowohl naturschutzfachliche als auch ökonomische Aspekte möglichst optimal miteinander vereinbart werden können. Diese Wirtschaftsweise soll Vorbildfunktion für andere landwirtschaftliche Betriebe haben.

Die ortsansässigen Biologischen Stationen erfassten 2017 erstmalig die Auswirkungen der durchgeführten Maßnahmen auf ausgewählte Zielvogelarten der Agrarlandschaft.