logo-biostation

Der Hochsauerlandkreis umfasst eine Fläche von 1987 km² und ist nur wenig kleiner als das Saarland. In diesem vielgestaltigen Raum mit Höhen von 144 m bis 843 m (Langenberg bei Winterberg) gibt es 563 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von rund 26.000 ha. Hierin enthalten sind die 54 FFH(Fauna-Flora-Habitat)-Gebiete, die zum europäischen Schutzgebietsnetz NATURA 2000 gehören. Die Biologische Station ist schwerpunktmäßig für die Gebiete im Offenland zuständig. Im Waldnaturschutz arbeiten wir im Rahmen von Bestandserfassungen und Maßnahmenvorschlägen mit den Forstämtern zusammen.

Schwerpunkte unserer Arbeit sind:

 

Schutzgebietsbetreuung (Lebensraum- und Artenschutz)

Die Biologische Station erfasst in den Betreuungsgebieten seltene Arten, erfasst und bewertet den Zustand von Lebensräumen und plant die notwendigen Maßnahmen zum Erhalt des Gebietes. In vielen Fällen werden umfassende Pflege- und Entwicklungspläne erarbeitet.
Des Weiteren berät die Station Landwirte im Vertragsnaturschutz und führt praktische Maßnahmen der Landschaftspflege wie Mähen von Feuchtwiesen, Entbuschungen etc. durch. Auch Entfichtungen von Tallagen durch Unternehmer werden organisiert und begleitet. 

Vertragsnaturschutz

Der Naturschutzwert der Offenlandgebiete ist das Ergebnis einer jahr- hundertelangen extensiven Nutzung (also ohne Pestizide und massive Düngung). Für den Fortbestand vieler gefährdeter Lebensgemeinschaften und Arten nutzt allein die Ausweisung von Schutzgebieten kaum etwas. In unserer Kulturlandschaft sind sie an eine extensive Bewirtschaftung des Grünlandes gebunden, die aber für die Landwirte nur rentabel ist, wenn sie für ihre landschaftspflegende Arbeit angemessen entlohnt werden. Die Biologische Station hat zwischen 2006 und 2011 alle Altverträge außerhalb von Naturschutzgebieten auf ihre Förderfähigkeit überprüft und führt eine Begutachtung von Neuantragsflächen im Auftrag der Unteren Landschafts-behörde durch.
Im Ackerrandstreifenprogramm obliegt der Station die Erfolgskontrolle der i.d.R. nicht gespritzten und ungedüngten Ackerränder.

 

Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsarbeit

Jährlich erscheint ein umfangreiches Jahresprogramm, in dem auch die Veranstaltungen des Vereins für Natur- und Vogelschutz im HSK e.V. sowie der Kräuterpädagogen veröffentlicht werden. Vorträge und Exkursionen, Obstbaumschnitt und Sensenkurs - all das wird angeboten. Auch das Zeltlager "Zelten wie die Kelten" für Kinder im Alter von 8-12 Jahren findet jedes Jahr statt.
Wer nicht auf die Exkursionen warten will, kann zum Beispiel einen Naturecache buchen, um sich auf Entdeckertour zu begeben.


 

 

Arnika und Grünwidderchen

 

 

Ackerrandstreifen mit Kornblume

 

 

Naturecaching