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Heidschnucken auf dem Kahlen Asten

Bergheide-Ökosysteme im Rothaargebirge

Der Naturpark Diemelsee startet 2017 das Projekt „Bergheide-Ökosysteme im Rothaargebirge“ in Kooperation mit dem Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, dem Naturschutzexperten Professor Eckard Jedicke von der Universität Geisenheim, der Universität Osnabrück und der Biologischen Station Hochsauerlandkreis.

Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Regierungspräsidium Kassel und die Bezirksregierung Arnsberg jeweils mit Mitteln des Umweltministeriums in Hessen und Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

 

 

 Bergheide auf dem Kahlen Pön

 

 

 

 


 

 

 

 

In den Hochlagen des Rothaargebirges findet man neben ausgedehnten Waldflächen auch historische Kulturlandschaften: die Bergheiden. Diese baumarmen, von den Zwergsträuchern Blaubeere, Preiselbeere und Besenheide dominierten Landschaften besitzen internationalen Seltenheitswert und damit große Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

 

Heideblüte und Beerenreife im Spätsommer wirken als Besuchermagnet und besitzen eine große Bedeutung für die Erholung und touristische Wertschöpfung. Bekannte Beispiele sind die Bergheiden am Ettelsberg und dem Kahlen Pön, sowie auf dem Dach Westfalens, dem Kahlen Asten.

 

Neben diesen bekannten Bergheiden gibt es im Bereich der hessisch-westfälischen Landesgrenze auch viele Bergheiden, die in Vergessenheit geraten sind und in denen Gehölze wieder die Oberhand gewonnen haben. Weckt man diese Heiden durch Erstpflege und die Einführung einer angemessenen Bewirtschaftung nicht aus ihrem Dornröschenschlaf, gehen diese Relikte einer alten Kulturlandschaft für immer verloren. Aus diesem Grund ist das Bergheiden-Projekt genau diesem Lebensraum gewidmet.