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Keine Heimat mehr für Igel & Co?

Veranstaltung

Titel:
Keine Heimat mehr für Igel & Co?
Wann:
16.04.2026
Kategorie:
Vortrag

Beschreibung

Leitung: Dr. Axel M. SchulteIgel © observation.org/ksh
Uhrzeit
: 18:30 - ca. 20:00 Uhr
Kosten: entgeltfrei

Veranstaltungsort: Arnsberg, Peter Prinz Bildungshaus, Ehmsenstr. 7
Anmeldung: erforderlich bei der VHS Arnsberg/Sundern
https://www.vhs-arnsberg-sundern.de/kurssuche/kurs/keine-heimat-mehr-fuer-igel-und-coeur/AE104-615


 

Gärten und Grünanlagen als Lebensraum für Wildtiere

 

Wie Wald- und Agrarlandschaft verändern auch unsere Siedlungen derzeit tiefgreifend ihr Gesicht. Die Verdichtung der Bebauung, der Bedarf an Autostellplätzen und der Trend zu pflegeleichten, „aufgeräumten“ Außenanlagen führen dazu, dass Grünanlagen und Gärten mit Lebensraumqualität  in unseren Städten drastisch schwinden. Größere, zusammenhängende Gartenflächen mit älteren Bäumen und naturnahen Strukturen werden rar. In den ehemals landwirtschaftlich geprägten Dörfern weichen Streuobstbestände, Bauerngärten, Ställe und Schuppen, unbefestigte Plätze, Bruchsteinmauern, Ruderalfluren und Böschungssäume neuen Elementen aus Beton, Asphalt und Schotter.


Selbst hier außerhalb des Ballungsraums Ruhrgebiet machen bebaute Flächen einen nennenswerten und weiterhin wachsenden Teil unserer Landschaft aus. Schon deshalb haben sie erhebliche Bedeutung für die Entwicklung der Flora und Fauna der Region. Viele Tierarten aber sind als Kulturfolger regelrechte Siedlungs-Spezialisten. Ihr Fortbestand ist in hohem Maße abhängig von unseren Landschaften aus Häusern, Gärten und Grünlagen und hier vom Vorhandensein bestimmter Biotopelemente und Habitatrequisiten. Für Igel, Schwalben, Mauersegler, viele Fledermäuse und verschiedene Insektengruppen bereiten die Veränderungen in unseren Siedlungen existenzielle Probleme.


Doch bleibt dies nicht ganz unbemerkt. Einige Kommunen, Bürgerinitiativen und Gartenbesitzer bemühen sich inzwischen darum, Siedlungen, Gärten und Grünanlagen wieder verstärkt als Lebensräume zu gestalten. Blühstreifen und Staudenpflanzungen an Straßenrändern, Wildblumenwiesen in Parks und Gärten, Insektenhotels, Nisthilfen und Futterhäuser zeugen von diesem Engagement.


In seinem Vortrag nimmt Dr. Axel Schulte von der Biologischen Station im Hochsauerlandkreis die Veränderungen in unseren Siedlungen aus der Perspektive des Naturschutzes in den Blick.
Ausgehend von den Habitatansprüchen unserer wilden Nachbarn wird der Frage nachgegangen, was wirklich hilft, ihnen ein Auskommen in unserem Wohnumfeld zu ermöglichen.