10. September 2026
Vielfalt der Moore entdecken
Aufruf zum Beobachten mit ObsIdentify
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Moore sind nicht nur bedeutend für das Klima, sondern können auch eine enorme Biodiversität aufweisen. Auch im Hochsauerlandkreis gibt es einige, zumeist kleinflächige Moorgebiete, die besonderen Pflanzen und Tiere beherbergen. |
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Moore sind hoch spezialisierte Ökosysteme und dienen als Lebensräume für besondere Arten. Es gibt Tiere und Pflanzen, die speziell an die Bedingungen in Mooren angepasst sind und nur dort leben können. Für sie ist der Schwund von intakten Mooren daher ein großes Problem. Torfmoose, Sonnentau, aber auch die Gerandete Jagdspinne oder bestimmte Orchideenarten leben an Moorstandorten. Auch für viele Vogelarten sind die Moorgebiete als Brut- oder Rastgebiet bedeutend. Die Entwässerung und Nutzung von Mooren bedrohen die biologische Vielfalt dieser besonderen Lebensräume und ein zielorientiertes Management und die Wiedervernässung spielen eine wichtige Rolle bei der Renaturierung von Mooren. Die Erhaltung von intakten Mooren und die Renaturierung sind nicht nur für die Artenvielfalt wichtig, sondern auch für den Klimaschutz. Auf einer geringen Fläche können sie eine große Menge an Kohlenstoff speichern. Beim Fotografieren der Tiere und Pflanzen gilt es deshalb zu beachten, die gekennzeichneten Wege zum Schutz der sensiblen Moorlebensräume nicht zu verlassen. Es besteht die Gefahr, dass Pflanzen zertrampelt, Tiere gestört und die empfindlichen Böden geschädigt werden. In Nordrhein-Westfalen finden sich bedeutende Moorgebiete an der deutsch- niederländischen Grenze. Das erweiterte Vogelschutzgebiet umfasst noch erhaltene Moorreste sowie einige Feuchtwiesenkomplexe. Insgesamt hat das Vogelschutzgebiet „Moore und Heiden des westlichen Münsterlandes“ eine überregionale Bedeutung für brütende, rastende und überwinternde Vogelarten. Dazu zählen zum Beispiel Blaukehlchen und Heidelerche, Tüpfelsumpfhuhn und Ziegenmelker, aber auch hohe Bestandsdichten von Knäkente, Krickente und Schwarzkehlchen als typische Brutvögel in Mooren. Große Gebietsteile werden von ausgedehntem, naturschutzgerecht bewirtschaftetem Feuchtgrünland geprägt. Sie bergen einige Hauptvorkommen des Brutbestandes von Uferschnepfe und Großem Brachvogel in Nordrhein-Westfalen.
Im Hochsauerlandkreis liegen einige Moore bzw. Moorbruchwälder im Bereich des Arnsberger Waldes, wie zum Beispiel der „Hamorsbruch“ bei Meschede. Aber auch ausgedehnte Waldgebiete im Raum Schmallenberg, wie die Hunau enthalten kleine, sehr schützenswerte Moore wie die „Nasse Wiese“. Im Stadtgebiet von Brilon liegt der Moorbruchwald „Eselsbruch“. Hier findet im Oktober ein öffentlicher Arbeitseinsatz zum Erhalt des Gebiets statt. Interessierte finden hier nähere Informationen.
Hintergrund Wer im Jahr 2026 die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland entdeckt, wird sich im Rahmen der bürgerwissenschaftlichen „Arten-Olympiade 2026“ zeigen, zu der das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu Jahresanfang aufgerufen hat. Ob Pilz, Pflanze, Tier oder deren Spuren - die Mitmachaktion für Naturinteressierte lädt das ganze Jahr über ein, Naturbeobachtungen auf der internationalen Plattform Observation.org und in der App ObsIdentify zu teilen. Zu den Partnern der Arten-Olympiade gehören unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster (CIBRA). Unterstützt wird die Challenge durch eine Spende der Stiftung der Sparda-Bank Münster.
Weitere Informationen unter: www.arten-olympiade.lwl.org | https://observation.org/
Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2026 hier: https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2026/?
Fragen beantwortet: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die Biologische Station wünscht viel Freude in der Natur und viele spannende Beobachtungen! |
Heidelerche
Moorvegetation
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Bildnachweise:
(1) Moorfläche. Foto: Biologische Station Hochsauerlandkreis
(2) Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium). Foto: Biologische Station Hochsauerlandkreis
(3) Heidelerche (Lullula arborea). Foto: Jan Ole Kriegs
(4) Moorvegetation. Foto: Biologische Station Hochsauerlandkreis



